Wer regelmäßig international startet, weiß, dass die Ankunft auf einem Turnier ein strukturierter Prozess ist. Jeder im Team kennt seine Aufgabe, und der Übergang vom Transport in den Wettkampf folgt einer klaren Routine. Dennoch sind es gerade die ersten Stunden auf dem Turniergelände, die oft darüber entscheiden, wie reibungslos der Rest der Woche verläuft. Hier wird die Grundlage für Stabilität, Effizienz und Komfort gelegt. Für Pferd und Team gleichermaßen.
Administrative Anmeldung: Ein reibungsloser Start
Bei der Ankunft begibt sich ein Teammitglied ins Turnierbüro, während sich der Rest auf das Abladen der Pferde vorbereitet. Bei internationalen Veranstaltungen unter der Aufsicht der Fédération Equestre Internationale werden die FEI-Pässe kontrolliert, Impfungen überprüft und gegebenenfalls Gesundheitszeugnisse verifiziert.
Nach der Anmeldung erhält jedes Pferd seine offizielle Kopfnummer. Diese muss jederzeit gut sichtbar angebracht sein, sobald das Pferd die Box verlässt – sowohl beim Training als auch auf dem Turniergelände. In der Praxis bedeutet dies, dass die Kopfnummer oder Startnummer direkt bei der Ankunft am Halfter oder an der Trense befestigt wird, damit sie beim ersten Gang zum Abreiteplatz oder in die Prüfung nicht vergessen wird. Eine gut organisierte Dokumentenmappe und ein fester Platz für die Startnummern machen diesen Ablauf effizient und verhindern unnötiges Suchen im Laufe des Tages.
Das Pferd zuerst
Nach der Anmeldung richtet sich die volle Aufmerksamkeit auf die Pferde. Ruhiges Abladen, kurzes Führen im Schritt und eine erste Einschätzung gehören zur Standardroutine. Bei der Ankunft wird die Temperatur mit einem zuverlässigen Thermometer gemessen. Anschließend wird sofort Wasser angeboten, um die Regeneration nach dem Transport zu unterstützen.
Hier wird auch deutlich, wie wichtig hochwertiges Transportequipment ist. Gute Transportgamaschen und komfortable Transportdecken tragen wesentlich dazu bei, wie frisch ein Pferd den LKW verlässt.
Die Box als Verlängerung des Zuhauses
Sobald das Pferd in der Box steht, wird alles so eingerichtet, dass die gewohnte Routine so schnell wie möglich zurückkehrt. Heunetze werden in vertrauter Höhe aufgehängt, Wassereimer konstant positioniert und der Bereich so organisiert, dass Ordnung und Ruhe entstehen. Aus diesem Grund entscheiden sich viele internationale Reiter dafür, ihr eigenes Stallmaterial mitzubringen, anstatt sich vollständig auf das vor Ort vorhandene Material zu verlassen. Vertraute Ausrüstung hilft, während längerer Touren Beständigkeit zu wahren.
Bei Touren in den Süden, etwa nach Vilamoura, zur Oliva MET oder zur Sunshine Tour, ist es wichtig, ausreichend Decken für die Pferde mitzunehmen. Auch wenn die Temperaturen tagsüber oft warm und sonnig sind, können die Abende schnell deutlich kühler werden. Besonders nach Sonnenuntergang sinken die Temperaturen spürbar, und geschorene Pferde benötigen zusätzlichen Schutz, um komfortabel zu bleiben. Regen ist in dieser Zeit ebenfalls keine Seltenheit, daher sollte eine wasserdichte Regendecke unbedingt Teil der Ausrüstung sein. Und beim Packen die eigene Regenjacke nicht vergessen ;-)
Die Verfassungsprüfung
Auf vielen internationalen Turnieren findet kurz nach der Ankunft die offizielle Verfassungsprüfung statt. Während dieser tierärztlichen Kontrolle wird das Pferd im Schritt und Trab vorgestellt und hinsichtlich seiner Gesundheit und Lahmheitsfreiheit beurteilt.
Eine gute Präsentation beginnt mit korrektem Vorführen, aber auch mit gepflegter Ausrüstung. Eine saubere, gut sitzende Trense mit korrekt befestigter Kopfnummer sowie gut gepflegtes Leder sorgen für einen professionellen Eindruck. Auf diesem Niveau machen oft kleine Details den Unterschied. Während der Verfassungsprüfung werden die Pferde ohne Gamaschen oder Decken vorgestellt, damit der Tierarzt eine korrekte Beurteilung vornehmen kann.
Das erste Training
Nach dem Einrichten folgt in der Regel eine erste lockere Trainingseinheit. Das Pferd erkundet den Platz, fühlt den Boden und kommt nach dem Transport wieder in Bewegung. Der Fokus liegt auf Losgelassenheit und Rhythmus. Die Kopfnummer muss jederzeit gut sichtbar bleiben, sobald das Turniergelände betreten wird. Es handelt sich um eine kleine administrative Vorschrift, die jedoch bei internationalen Turnieren strikt eingehalten wird.
Flexibilität während der Woche
Selbst erfahrene Teams können während einer internationalen Woche auf unerwartete Situationen stoßen. Die Wetterbedingungen können sich ändern, eine zusätzliche Regendecke wird erforderlich, Sprunggamaschen können reißen oder ein Ergänzungsfuttermittel geht schneller zur Neige als geplant. Eine gründliche Vorbereitung minimiert diese Risiken, doch internationale Touren erfordern auch Flexibilität.
Aus diesem Grund bietet Emmers Equestrian einen schnellen Versand zu internationalen Turnierstandorten an. Wenn Sie während des Turniers feststellen, dass Sie etwas benötigen, kann es direkt an den Veranstaltungsort geliefert werden, sodass Ihr Zeitplan und Ihre Routine nicht unterbrochen werden. Für Reiter, die mehrere Wochen auf Tour sind, bietet dies zusätzliche Sicherheit: Es ist nicht notwendig, alles doppelt mitzunehmen, da eine Nachbestellung während der Tour jederzeit möglich ist.
Auch der Reiter muss sich einrichten
Während der Fokus auf Tour selbstverständlich auf den Pferden liegt, markiert die Ankunft auch für den Reiter den Beginn einer neuen Routine. Ob im LKW oder im Hotel – wie schnell Sie selbst Struktur schaffen, beeinflusst Ihre Konzentration im Laufe der Woche.
Wer im LKW übernachtet, weiß, wie wichtig praktische Organisation ist. Eine klare Aufteilung, Kleidung, die nach einem langen Tag trocknen kann, und Vorbereitung auf wechselnde Temperaturen verhindern unnötige Improvisation am Morgen. Internationale Turniere bringen oft erhebliche Temperaturunterschiede zwischen frühen Morgenstunden und Nachmittagen im Parcours mit sich. Gute Funktionsunterwäsche, leichte Pullover und eine hochwertige Regenjacke sorgen dafür, dass Sie unabhängig vom Wetter vorbereitet sind.
Auch bei einem Aufenthalt im Hotel bleibt Vorbereitung entscheidend. Turniertage sind intensiv und verlangen volle Konzentration. Sich am Abend Zeit zu nehmen, den Zeitplan zu überprüfen und die Ausrüstung für den nächsten Tag vorzubereiten, schafft mentale Klarheit.
Auf hohem Niveau geht es bei einer Tour nicht nur um die körperliche Vorbereitung des Pferdes, sondern auch um die mentale Wachheit des Reiters. Struktur, Komfort und ausreichende Erholungsphasen machen den Unterschied zwischen bloßer Teilnahme und echter Leistungsfähigkeit.
Eine stabile Grundlage für Leistung
Letztendlich basiert eine internationale Tour auf Beständigkeit. Je effizienter Ankunft, Organisation und Struktur sind, desto stabiler verläuft der Rest der Woche. Nicht durch große Anpassungen, sondern durch durchdachte Entscheidungen in Organisation, Ausrüstung und Planung.




